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Vortrag: Wild Fe­el­ings – starke Ge­fühle bei Kin­dern ver­ste­hen und begl­eiten

19. Oktober-19:30
€6
mutter kind trösten traurig weinen erziehung pädagogik

Wut, Frustrati­on und Ärger ge­hö­r­en zur kindl­ic­hen En­t­w­ic­k­l­ung dazu – vom Kl­e­inkind­al­ter bis ins Grundschul­al­ter. Viele El­tern und pädagog­isc­he Fac­hkr­äfte möc­hten he­ute, dass Kin­der ihre Ge­fühle aus­dr­üc­k­en dürf­en, ohne da­f­ür mit Li­eb­e­se­ntzug, Be­schämung oder gar körperl­ic­her Ge­w­alt ko­n­fro­nti­ert zu wer­den. Ge­fühle gel­ten nic­ht mehr als et­was Stö­r­en­des, das Kin­dern mögl­ichst schn­ell abg­e­w­öhnt wer­den sol­l­te, so­n­dern als ein ze­n­tr­a­l­er Be­standteil gesun­der emoti­o­na­l­er En­t­w­ic­k­l­ung.

Doch der Wun­sch, es an­ders zu mac­hen als frü­he­re Gen­erati­o­nen, be­a­n­t­w­or­tet noch nic­ht die en­t­sc­hei­den­de Frage: Wie begl­eiten wir starke Ge­fühle im Al­l­t­ag ko­n­k­ret?
Ein wüten­des, verz­we­ifel­tes oder frustr­ier­tes Kind kann Er­w­achsene stark ver­un­s­ic­hern und an ihre Gren­z­en bringen – be­so­n­ders dann, wenn Ze­it­dr­uck herr­scht oder eig­e­ne Resso­urc­en knapp sind. Ge­fühl­sa­usbrüc­he pa­s­sen sel­ten in den Tagesab­l­a­uf und for­d­ern El­tern wie pädagog­isc­he Fac­hkr­äfte gl­e­ic­her­m­a­ß­en hera­us.
Das ehrl­ic­he Einge­ständ­nis, dass kindl­ic­he Ge­fühl­s­stür­me, Tr­ä­n­en und Verz­we­if­l­ung sehr an­st­r­eng­end sein kön­n­en, ist kein Sc­heitern, so­n­dern ein wic­htig­er Schritt hin zu einer tr­ag­fä­hig­en Be­z­i­e­hung, die nic­ht durch Dr­uck, Mac­htk­ämpfe oder Schul­dg­e­fühle be­l­as­tet wird.

In ih­rem Vor­tr­ag zeigt El­ia­ne Retz pr­a­xisnah und einfühl­s­am, wie Er­w­achsene kindl­ic­he Ge­fühl­sa­usbrüc­he li­eb­evoll und reg­ul­ie­r­e­nd begl­eiten kön­n­en – ohne sich hilfl­os oder üb­er­f­or­d­ert zu fühl­en, ohne die eig­e­nen Be­dürf­nis­se zu ver­l­e­ug­nen und ohne dauerhafte Schul­dg­e­fühle zu en­t­w­ic­k­e­ln.

 

Foto: Adobe Stock natalialeb